︎


Die Finnen seien schweigsam. Es ist warm und die Blätter der Birken über uns rascheln ununterbrochen. So, wie man den Wind hört, obwohl man ihn zu sehen sucht, will ich dich mögen. Überall ist Licht und unter dem ausgebleichten Plastiktisch ein stattlicher Schatten. Eine von uns beisst in einen der letzten Äpfel vom Vortag und ich staune, wie lautlos sich der Raum aus dem Bitschgi zurück ins Rundherum vermengt. Woher sie wohl kommt, die Luft darin. Es ist Mittagszeit am Pyhälammi und wir frühstücken.

Jemand fragt Liisa, ob es denn stimme, dass die Finnen stille Menschen seien. Liisa ist Finnin und hat vorhin einen der Unsrigen kilometerweit von hier entfernt auf einer Landstrasse gefunden und ihn mit dem Auto zu uns zurückgebracht. Sie schnauft schwer, hat braune Haut und ihre kleinen Augen lachen ständig. Wir alle sehen uns an und versuchen Gemeinsamkeiten übers Wörterbuch zu finden. Eigentlich ein gedehntes Dankeschön. Oft bleibt es lange völlig ruhig – ausser den Fingern, die in dem kleinen gelben Buch blättern und in den Bäumen. Liisa sagt schliesslich Ja und sonst nichts weiter und ich frage mich, was genau die Frage eigentlich ernten wollte.